Von Bodenmais auf den großen Arber

Diese Tour führt von Bodenmais aus über die Rieslochfälle auf den großen Arber und zurück über die Chamer Hütte und die Schweiklruh wieder nach Bodenmais.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz in Bodenmais. Im Navi einfach den Rißlochweg eingeben und bis zum Ende der Straße hochfahren, dann trifft man unweigerlich auf den großen Parkplatz.

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Ab hier führt der Weg immer bergauf in Richtung der Rieslochfälle. Nach kurzer Wegstrecke von ca. 300 Metern gibt es zwei Möglichkeiten weiterzugehen. Wir nehmen auf dem Hinweg den rechten Weg mit der Beschilderung „bequemer Weg“. Keine Angst – den „steinigen Weg“ sehen wir auch noch … auf dem Rückweg 🙂

Der Weg führt nun immer oberhalb des rauschenden Baches entlang und man kann die Wasserfälle an der Lautstärke des Wassers erahnen. Aber auch hier keine Angst – auf dem Rückweg werden wir diese noch ausführlich zu sehen bekommen.
Nach einem weiteren Kilometer erreichen wir die Brücke über den Hauptwasserfall und bekommen bereits einen Eindruck des Naturschauspiels. Hier vereinigen sich in einer Schlucht, dem Riesloch, der Arberbach, der Schwellbach, der Kleinhüttenbach und der Wildauerbach zum Riesbach und stürzen über mehrere Stufen in die Tiefe.

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Nun verlassen wir die Wasserfälle und der Weg führt uns weiter stetig hinauf in Richtung Arber.
Führt der Weg zuerst noch breit entlang des Schwellbachs, wird er dann zunehmend schmäler und führt uns entlang des Arberbachs bergauf.

Nach einiger Zeit können wir die ersten Blicke auf den großen Arber mit seinen typischen, großen, weißen Radomen erspähen und in der anderen Richtung ergeben sich die ersten tollen Ausblicke ins niederbayerische Land.

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Vorbei an Weideflächen und idyllischen Hütten führt der Weg weiter hinauf in Richtung des Gipfels. Bei schönem Wetter sind hier andauernd tolle Ausblicke an der Tagesordnung und man kommt aus dem Schauen kaum heraus.

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Auf dem letzten Teilstück wird der Weg noch einmal steiler und mündet am Ende in einer Art Treppe hinauf in Richtung Gipfel. Die letzten Meter haben es in sich. Aber dafür wird man nach dem Bezwingen dieses letzten großen Anstiegs mit tollen Ausblicken belohnt.

Gerade bei schönem Wetter hat dieser Punkt allerdings auch Potential zum Kulturschock … War man bis jetzt relativ alleine und ruhig unterwegs, trifft man hier spontan auf große Menschenmengen mit teils nicht unbedingt bergmäßigem Outfit (oder zählen High-Heels neuerdings dazu??). Die Erklärung für dieses Phänomen liegt in der nahen Bergstation der Arberseilbahn begründet. Diese schaufelt bei schönem Wetter unzählige Touristen hoch hinauf auf den Berg und so bewegen sich diese hier auf den breit ausgebauten Schotterpisten und genießen ebenfalls den höchsten Berg des Bayerischen Waldes.

Gemeinsam mit diesen Seilbahn-Touristen geht es also auch für uns auf breiten Schotterwegen hinauf zum Gipfel des großen Arber auf immerhin 1.455 Meter und damit auf den höchsten Punkt des Bayerischen Waldes.

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Nach dem Genuss des genialen Fernblickes – bei gutem Wetter sind hier die Alpen fast zum Greifen nahe – ging es zumindest für mich relativ schnell wieder weiter, um den Menschenmassen zu entfliehen 🙂

Unser Weg führt uns zuerst über die breite Schotterstraße etwas bergab und zweigt dann völlig unscheinbar in einen steilen Pfad hinunter in Richtung Chamer Hütte ab. Hier ist Aufmerksamkeit gefragt und am Besten schaut man genau auf den GPS-Track (den wir am Ende des Berichts zum Download bereitgestellt haben) um den Einstieg in den Pfad nicht zu verpassen.

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Über schöne Trails geht es nun hinab zur Chamer Hütte, wo auch eine Einkehrmöglichkeit besteht … allerdings auch wieder ziemlich überlaufen.

Jetzt kann man noch den Gipfel des kleinen Arbers besteigen, was nur einen kurzen Abstecher von der Chamer Hütte aus bedeutet. In unserem Track ist dieser Abstecher nicht enthalten, da wir an diesem Tag darauf verzichtet haben. Der Weg ist aber hervorragend beschildert und stellt somit kein Problem dar.

Wir steigen nun auf breiten Forst- und Fahrstraßen wieder ab in Richtung Bodenmais und genießen dabei die tollen Aussichten in Richtung Tal.

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Nach einiger Zeit verlassen wir die Straße wieder und die Wege werden zunehmend schmaler. Wir machen uns auf in Richtung der sogenannten Schweiklruh. Bei der Schweiklruh handelt es sich um einen relativ versteckt gelegenen Aussichts- und Rastplatz mit einem fantastischen Blick über Bodenmais! Und für die Geocacher unter euch … hier werdet ihr (zumindest Ende 2015) mit einem Micro in wunderschöner Lage belohnt 🙂

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Nach einer ausgiebigen Pause muss man sich von diesem Ausblick wieder losreissen. Der Weg führt danach steil hinab in Richtung der Rieslochfälle. Nun auf dem Rückweg folgen wir dem Weg auf der rechten Seite des Wassers und haben jetzt einen tollen Blick auf die einzelnen Stufen der Wasserfälle. Der Weg führt felsig und teils steil recht nah am Wasser entlang und bietet so ein tolles Erlebnis an den Wasserfällen – das hatte ich beim Hinweg ja versprochen 🙂

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Zum Schluss überqueren wir den Bach und folgen nun auf der linken Seite dem „steinigen Weg“ zurück in Richtung Parkplatz. Auch hier hatte ich ja versprochen, dass wir diesen Weg auch noch kennenlernen werden 🙂

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Hier der GPS-Track zum Nachwandern:

 

 


 

Und noch ein wichtiger Hinweis zu den Tourenbeschreibungen und den angebotenen GPS-Tracks:

Bitte beachtet, dass sowohl die Beschreibungen als auch die zum Download angebotenen GPS-Tracks zwar mit größter Sorgfalt erstellt wurden, aber wir keine Garantie für diese Angaben übernehmen können. Wegführungen und Beschilderungen können sich über die Zeit ändern und es kann durchaus sein, dass Wege, welche in unseren Touren enthalten sind, nicht mehr begehbar oder gesperrt sind. Gerade in Waldgebieten kann es durch Unwetter, Forstarbeiten, etc. zu Änderungen an der Wegführung kommen. Achtet daher immer auf die Beschilderungen vor Ort, respektiert Sperrungen und überzeugt euch selbst von der Begehbarkeit der Wege. Unsere Beschreibungen und GPS-Tracks dienen ausschließlich als Vorschläge und jeder Wanderer ist für sein Handeln selbst verantwortlich!
Natürlich sind wir jederzeit dankbar für Hinweise, falls einer unserer Tourenvorschläge so nicht mehr machbar sein sollte und nehmen dann natürlich gerne entsprechende Änderungen auf. Aber, wie ihr sicher versteht, können wir nicht alle Touren permanent selbst vor Ort überprüfen.
Daher nochmal: Jeder ist selbst für sich und sein Tun verantwortlich! Im Zweifelsfall – wie immer bei allen Touren – lieber umkehren und einen anderen Weg suchen, als sich in Gefahr zu begeben!